Schwarze Magie

André erhielt Unterricht über okkulte Phänomene, sowohl über die guten, höheren Kräfte als auch über die dunklen Mächte.
Alcar wollte das, damit er sich in dieser Welt gegen alles wappnen konnte.
„Ich werde dir jetzt etwas über schwarze Magie erzählen“, sagte sein geistiger Leiter.
„Darüber wird viel geredet, doch nur wenige wissen, wie sie sich gegen diese gefährlichen Kraft zur Wehr setzen sollen.
Sie ist vor allem auf unserem Gebiet gefährlich, deshalb werde ich dich das notwendige lehren, damit du unterscheiden kannst, was dir zugesandt wird.
Der Mensch kann unter Einflüsse gebracht werden, die geradewegs zur Geisteskrankheit führen.
Dies muss ein jeder wissen, der die okkulten Phänomene untersucht, um sich dagegen schützen zu können.
Höre gut zu, mein Sohn, ich werde es dir zu erklären versuchen.
Die Magie umfasst die weiße und die schwarze Magie.
Die Ausübung der schwarzen Magie ist unter den Europäern nicht oder nur wenig bekannt.
Das hängt mit den unterschiedlichen Rassen (siehe rulof.de/Es-gibt-keine-Rassen) zusammen.
Man hört dann auch in den Tropen, in Indien, viel mehr über ‚schwarze Kunst‘ als in Europa.
Für die schwarze Magie sind bestimmte Eigenschaften erforderlich, bestimmte Charaktereigenschaften und eine bestimmte Umgebung.
Sie ist erstens durch Willenskonzentration gekennzeichnet, zweitens durch mediale Fähigkeiten, ferner durch materielle oder geistige Entwicklung und schließlich durch die Kraft desjenigen, gegen den sie gerichtet ist.
Die schwarze Magie kann in ihrer ganzen Kraft nur gegen Personen der weißen Rasse (siehe rulof.de/Es-gibt-keine-Rassen) gerichtet werden und in abgeschwächter Form auch gegen andersfarbige Personen.
Die Weißen sind folglich für die schwarze Magie am stärksten empfänglich, infolge ihres geistigen Lebens, durch ihre Konstitution und vor allem durch ihre Lebensumstände.
Das Konzentrieren des Willens ist nichts anderes als das Beherrschen des Geistes, das heißt, dass der Wille fest auf das Ziel gerichtet wird, für das man ihn gebrauchen will.
Jeder Gedanke wird geschaffen, ist also etwas persönliches, und deshalb auch reell.
So ist das Konzentrationsvermögen die Bündelung von Kräften.
Die Willenskonzentration ist das gezielte Schöpfen aus den Kräften der Gedanken, die das Gedankenreservoir ausmachen.
Mit dem Antrieb, Böses zu tun, schickt man gezielt Gedanken zu einer oder mehreren Personen.
Dieses Ziel kann in einem sehr hohen Maße erreicht werden, doch die mediale Gabe ist eine Voraussetzung, um als Überbringer dieses Kräftereservoirs dienen zu können.
Die schwarze Magie hat Geister niedrigeren Ranges als Anhänger; das sind die unglücklichen Geister, die unmittelbar unter der Macht derer stehen, die die Willenskonzentration beherrschen, durch die sie alles erreichen können.
Sie schalten sich dann aus und können verschiedenste sogenannte Wunder vollbringen, die durch starke Willenskonzentration und Inanspruchnahme der Gedanken derer entstehen, die sie als Werkzeug gebrauchen wollen.
Das ist ihnen möglich, weil Geister niedrigeren Ranges weder einen eigenen Willen noch ein eigenes Dasein haben.
Diese unglücklichen Geister gehörten den unentwickelten Rassen (siehe rulof.de/Es-gibt-keine-Rassen) an und sind am einfachsten für deren Ziele zu gebrauchen.
Mit dem Land, mit der Umgebung, in der sie gewohnt haben, bleiben sie verhaftet, weil sie sich davon nicht lösen wollen.
Vor allem die alten, schwarzen Geister, die dort einmal als freie Menschen lebten, hassen die europäischen Eindringlinge.
Sie sind leicht zu locken und zu zwingen.
Der Magier kann allein durch sein Austreten aus dem Körper es den Geistern ermöglichen, Gegenstände aufzuheben, in die Höhe zu schleudern, abzubrechen oder anzufassen, ja selbst schweben zu lassen.
Und nicht nur Gegenstände können auf diese Weise zum Schweben gebracht werden, sondern auch der schwarze Magier selbst, da er mit dem materiellen Körper verbunden bleibt und es ihm durch das völlige Austreten des Willens gelingt, sein Fluidum so zu verdichten, dass es für uns, Geister, sichtbar ist, für das stoffliche Auge jedoch unsichtbar bleibt.
Er braucht dann seine Helfer nur dazu, andere Einflüsse von seinem Vorhaben fernzuhalten.
Warum können Europäer nun eher durch diese Kräfte beeinflusst werden als Ureinwohner?
Erstens, weil Weiße, die inmitten von Ureinwohnern leben, bald einer Rückentwicklung unterliegen, die sie für schlechte Einflüsse empfänglich macht.
Zweitens, weil der europäische Wille durch klimatische Umstände geschwächt wird, was für Weiße in den Tropen sehr gefährlich ist.
Drittens, weil ihre durch ein geschwächtes Nervensystem beeinträchtigte Physis sie schon bald für den Einfluss böser Geister empfänglich macht.
Viertens, weil die Weißen dem Kampf nicht gewachsen sind und in östlichen Ländern zumeist von geistiger Seite her weniger Hilfe empfangen als in Europa, weil sie dort nicht leicht zu erreichen sind, was auch wiederum eine Folge ihres Verhaltens ist.
Schwarze Magie kann jedoch jederzeit aufgehoben werden, und zwar:
a: Durch Willenskonzentration der Person oder der Personen, die angegriffen werden.
Das kann nur von guten Hellsehern mit zuverlässigen geistigen Leitern kontrolliert werden.
b: Indem man auf Alkohol, Kartenspiel und Rauchen verzichtet sowie Verspotten der Religion und andere Fehltritte unterlässt.
c: Indem man ruhig lebt und Gutes tut.
d: Indem man häufig betet, auf dem Grundstück vor der Wohnung ein Kreuz aufstellt und im Haus Weihrauch abbrennt.
Das ist es, was du wissen solltest, denn obwohl man in Europa damit nicht viel Last haben wird, musste ich dich dennoch vor diesen üblen Kräften warnen, denn wenn solche Leute, die mit ‚schwarzer Kunst‘ umgehen, nach Europa kommen sollten, dann könnten sie Wunder geschehen lassen, welche spiritistischen Phänomenen gleichen, in Wahrheit aber nichts damit zu tun haben.
Und dann müssten diejenigen, die so etwas mitmachen, auf besondere Art und Weise vor schlechten Einflüssen geschützt werden.
Nur diejenigen, die unter geistiger Leitung höherer Beschützer stehen, können durch diese Intelligenzen hinter die Wahrheit kommen.
Sonst würden sie ganz sicher annehmen, dass sie es mit wahren okkulten Phänomenen zu tun haben.
Das ist die große Gefahr für die Menschen, die den Unterschied zwischen spiritistischen Phänomenen und schwarzer Magie nicht feststellen können, wodurch der Spiritismus oft in einen weniger vorteilhaften Ruf gekommen ist.
Es war mir vergönnt, dir dies sagen, mein Junge.
Bemühe dich es gut zu verstehen, damit du gegen diese Mächte gewappnet sein mögest.
Die schwarze Magie führt den Menschen abwärts, die weiße Magie hingegen führt ihn aufwärts und verbindet ihn mit geistigen Leitern und Geistern, die hinaufwollen, also bemüht sind, sich Gott zu nähern.“

(Für weitere Ausführungen zur schwarzen Magie verweisen wir auf das Buch „Geistige Gaben“.)