Der Pilatus im Menschen

Guten Morgen, meine Schwestern und Brüder.
Ihr bekommt heute Morgen „Der Pilatus im Menschen“.
Durch die Reisen, die wir gemacht haben, von der Allquelle zur Erde und zurück zum Göttlichen All ... als wir dort auf den Knien lagen in diesem Raum, in dieser Atmosphäre, in der Natur, fingen wir an, zu denken.
Wir haben gesehen, dass wir jeden Gedanken, jedes Gefühl zurückführen mussten zu der Harmonie, durch die alles entstanden ist und wie die Allquelle es gekonnt hat.
Der Mensch hat für sich selbst Welten aufgebaut und das konnte nicht durch Zweifel geschehen, dafür hatte er alles von sich selbst einzusetzen.
Und das ist geschehen.
Wir gingen durch Finsternisse zum Licht, von einem Planeten zum anderen.
Grade und Gesetze, Fundamente waren es, die uns neue Leben gaben für die Vater- und Mutterschaft.
Und immer wieder waren diese Welten bereit, weitergehen zu können.
Der Gott allen Lebens hat dafür gesorgt.
Ich habe Euch erzählt, bald dann stehen wir vor den menschlichen Gedanken.
Bald, aber wir haben einen Raum erleben müssen und durchlaufen müssen.
Und wenn wir nun von dieser Welt, von der Wahrheit, der Wirklichkeit, der Harmonie, dem Fühlen und Denken aus zur Erde zurückkehren und Gethsemane wieder erleben – wo wir uns für die neuen Systeme bereit gemacht haben – und die Gesellschaft betreten werden, nun werden wir einmal schauen, was in uns richtig und verkehrt ist.
Wir werden sehen, dass die Welt im Unbewusstsein lebt.
Wir wissen, dass wir bald, in Kürze, Golgatha betreten werden, denn wir haben eine Aufgabe zu vollbringen, wir haben der Menschheit etwas zu schenken.
Wir kommen mit einem reinen Gefühl, einem menschlichen Bewusstsein natürlich, aber in uns brennt die Göttliche Selbstständigkeit.
Und die ist es, für die und durch die wir leben und sterben werden.
Millionen Menschen haben diesen langen Weg zurücklegen müssen.
Millionen Menschen gingen durch Ärger und Elend, aber wir haben gesehen: Dies hat der Mensch selbst aufgebaut.
Der Gott allen Lebens ist ausschließlich Liebe, ausschließlich Harmonie.
Nun müssen wir beweisen, was wir von dieser Harmonie und dieser Liebe besitzen.
Wir stehen vor Millionen Problemen, jeder Gedanke ist ein Gesetz, ist eine Welt, ist eine Sphäre, ist ein Raum, ist ein Planet, ist eine Sonne.
Jeder Gedanke, jeder Charakterzug kann uns niederschlagen, kann einen neuen Weg aufbauen, kann ein Stein sein, ein heiliges Fundament für die neue Persönlichkeit, die erwachen wird.
Wie bekommen wir diese Persönlichkeit nun zur geistigen, räumlichen Bewusstwerdung?
Das haben wir zu lernen.
Aber wenn wir nun unseren Weg fortführen – denn darum geht es natürlich, den Christus zu erleben, zu sehen und zu fühlen, wie der Messias das gekonnt hat –, dann legen wir uns kurz in Gethsemane nieder und werden den allerletzten Schritt erleiden, den Augenblick, in dem wir sagen können: Ich bin bereit.
Und nun zur Gesellschaft!
Wir kommen nun zu den Charaktereigenschaften des Menschen.
Wir stehen vor den universellen Systemen für Seele, Geist, Leben und Persönlichkeit.
Wir wissen: In uns brennt der Funke Gottes; wir sind ein Teil von Ihm, wir repräsentieren Ihn und Sie als Vater und Mutter.
Und nun muss das loskommen, das müssen wir freimachen.
In Gethsemane haben wir meditiert.
Wir lagen dort auf den Knien, stunden- und stunden- und monatelang.
Wir begannen, Gedanken aufzubauen, wir haben diese Gedanken wieder in den Raum hineingesandt.
Wir haben analysiert.
Wir müssen erfühlen, wo der Kern für jeden Charakterzug liegt, wenn wir das lebende Licht von jener Seite sehen wollen, die erste Sphäre, die Himmel, die Lichtsphären.
In Gethsemane kamen wir zum tiefen Fühlen und Denken für uns selbst.
Jeder Mensch muss dort hinein.
Jeder Mensch kommt einmal zu der reinen Klarheit, zum Endgültigen, und dann muss er sagen: Wer bin ich, was will ich, was werde ich nun tun?
Wofür lebe ich eigentlich?
Das habt Ihr alles erlebt.
Ihr habt die Bücher der Meister bekommen, Ihr wisst: „Hinter dem Sarg“ ist Leben.
Ihr repräsentiert Gott nun als Mensch.
Und nun werden wir mal sehen, wie diese menschlichen Götter sind.
Wie ist der Mensch im Hinblick auf Seele, Geist, Leben und Persönlichkeit?
Wie ist der Mensch als Vater und Mutter?
Wir leben in einem Ehrfurcht gebietenden Raum.
Alles, was darin lebt, gehört uns, können wir sagen, aber niemand glaubt es.
Auf der Erde herrscht Chaos.
Wir kommen aus dieser Stille zur Erde und stehen plötzlich vor der menschlichen Persönlichkeit der Gesellschaft, einem Menschen, der etwas zu sagen hat, einem Menschen, der sich einen König nennen kann, einen Kaiser.
Er hat für sich selbst und die Gesellschaft etwas aufgebaut, er hat das Höchste erreicht.
Er kann sagen: Das will ich nicht, Ihr werdet so und so handeln, Ihr habt diese Gesetze zu befolgen, sonst sperre ich Euch ein.
Der Mensch nun, der spricht: „Ich sperre Euch ein“, der muss bald akzeptieren, dass der Gott allen Lebens noch nichts eingesperrt hat.
Einen Sensenmann gibt es nicht.
Wir haben niemandem eine Krone von seinem Haupt zu schlagen.
Wir sind Götter, wohlbewusst, wohlwollend, gerecht, ja, sicher!
Dort stehen wir vor dem menschlichen Bild.
Wir kommen als Kinder zur Erde, wir wandeln in der Gesellschaft.
Wir sind beseelt, wir haben Liebe und nun wird es geschehen.
Wir haben Tausende von Gedanken in uns, und jeder Gedanke – das wissen diese dort und das weiß man im Raum – hat Abstimmung auf das Pilatusbewusstsein.
Und das ist nichts anderes als ein tiefer Abgrund, eine Grube, in die Ihr sinkt.
Und jene Grube - dieser Abgrund - die ist unermesslich tief; sie heißt Zweifel.
Sokrates, Platon, Aristoteles, Pythagoras, das Alte Ägypten, China, Japan, Britisch-Indien, Tibet, alle waren dem Pilatus verhaftet.
Alle haben, jeder Priester hat sich selbst tausendmal verlieren müssen, um diesem Pilatus den Hals umzudrehen.
Denn der Zweifel machte ihn vollkommen, für jeden Gedanken, räumlich, mütterlich, väterlich kaputt!!
Zwei Ausrufezeichen.
Vollkommen kaputt!
Der Pilatus im Menschen – das werden wir bald sehen –, der schlug das Allerheiligste dort, oben auf Golgatha, an ein Kreuz und ließ Es leer bluten.
Der Pilatus unterminiert jeden guten Gedanken.
Der Pilatus in Euch – das haben wir letztens in Gethsemane erlebt –, der erstickt jede Vitalität, der sägt bewusst das Leben in der Mitte durch.
Der saugt leer, was durch Gott, die Allquelle, eine räumliche Einheit gab, eine Stabilität, ein Vermögen, zu denken und zu fühlen, in dem Maße, wie Er Seine Dinge geschaffen hat, Licht gab, eine Stütze, ein Fundament.
Er gab jedem Insekt, jedem Funken Seine Selbstständigkeit.
Ja, sicher, die stoffliche Selbstständigkeit ist zu sehen, aber von der inneren, wo die Quelle eigentlich lebt, davon weiß man nichts.
Der Mensch macht sich für die Gesellschaft bereit und meint, alles erreichen zu können, was man also in dieser Gesellschaft aufgebaut hat.
Und als wir die erste Sphäre verdient hatten, blutig verdient, wofür wir alles einsetzen mussten, konnten wir verstehen und sehen, wo die Gefahr liegt, wo die Gruben, die tiefen Löcher auf der Erde lagen, um uns selbst Licht zu schenken.
Wir konnten zurückgehen, jedes Gesetz wieder erleben und erneut untersuchen, wo wir gezweifelt haben.
Und davon will ich Euch die Gefahr, das Nichtige, das Seelenlose zeigen.
Ich will, dass Ihr erlebt, dass Euch der Zweifel vollkommen für alles niederreißt.
Ihr könnt ...
Ich werde Euch beweisen, dass Ihr morden und totschlagen könnt – ein Mord, bewusst zustande gebracht, ist nicht so schlimm, nicht so verhängnisvoll wie der Zweifel, der Pilatus in Euch!
Der Mensch sagt: „Ich habe Euch lieb“ und wenn der Mensch zweifelt, hat Liebe nichts zu bedeuten, denn es gibt keinen Boden, kein Fundament, keinen Raum, kein Gefühl mehr; die Persönlichkeit ist vollkommen weg.
Es gibt kein Gefühl, kein Leben, kein Denken; alles ist leer und unbewusst.
Ihr bekommt niemals einen Kern, um einen neuen Weg, ein neues Fundament aufzubauen; man akzeptiert Euch nicht.
Und das ist für die Gesellschaft noch sehr einfach, das könnt Ihr Euch in der Gesellschaft Tausende Male erlauben.
Ihr könnt das immer wieder probieren, das heißt nichts.
Ihr wandelt, Ihr geht, niemand, der Euch etwas sagt, aber für den Raum ist es, dass Ihr Euch selbst in die Finsternis getreten habt.
Ihr habt Euch vor dem eigentlichen Licht verschlossen, dem wahrhaftigen Aufbauen, dem Weitergehen, dem vorausstrebenden Gefühlsleben.
Das ist taumelnd, niederreißend, niedersinkend.
Es liegt dort, hat kein Gefühl mehr, das Licht in den Augen ist verschwunden.
Ja, Ihr habt wohl über diesen Pilatus gelesen, als er dort stand und den Christus vor sich bekam.
Das sind die Momente, in denen Ihr beweisen werdet, wer Ihr eigentlich seid.
Und davon hat der Mensch, hat die Gesellschaft sehr wenig, weil wir nun wissen – das haben wir in Gethsemane gelernt –, dass Gott nicht verdammen kann.
Wir sind der Bibel gefolgt, wir wissen nun, wie der Glaube entstanden ist.
Wir wissen, dass die Meister dem Menschen Angst gegeben haben, um das Kind lediglich zu bremsen, um dem Kind nur aufzuerlegen: Tut das nicht, denn Ihr werdet ins Unglück stürzen.
Und nun, im Jahr 1950, lebt der Mensch immer noch unter diesem Druck, die Knute gibt es immer noch!
Ja, der Mensch will das, der Mensch will diese Gesetze gern akzeptieren, weil es nun einmal vom Gott allen Lebens, dem Herrn, beschrieben worden ist.
Aber dieser Herr war ein Kind, dieser Herr war ein Engel, war ein Meister.
So, habe ich Euch erklärt, sind die Gesetze vom Raum aus zur Erde gebracht worden.
Aber wir?
Von Gethsemane aus, diesem tiefen Fühlen und Denken, um die Wahrheit, die Harmonie erleben zu können, das bringt uns zu einem höheren Grad für die menschliche Bewusstwerdung.
Nun wird es heilig, nun wird es heiliger Ernst.
Ihr könnt keine Geschichten mehr auftischen, man glaubt Euch nicht.
Der Raum, der klopft Euch auf die Finger.
Es gibt Millionen Gesichter, Väter und Mütter, die auf der Erde gelebt haben, die Räume sind gefüllt, dort leben Millionen Menschen, die auf Euch schauen, wie Ihr Euch selbst Licht schenken werdet.
Und das tut Ihr nun durch die Tausende von Charaktereigenschaften.
Wir haben akzeptiert, wir haben gelernt, wir haben gesehen, dass eine kleine ... dass fünf Prozent von den hundert Prozent Liebe bereits eine Flamme von nie gekannter Kraft sind.
Aber was tut Ihr nun für die Freundschaft?
Was tut Ihr nun, wenn die Gesetze des Raumes anfangen zu sprechen und die Menschheit auf Eure Hände gelegt wird?
Wenn Ihr vor dieser Menschheit steht und zu fühlen beginnt, dass es Euer Kind ist, Euer Vater ist, Eure Mutter ist?
Ja, dass Ihr leben und sterben werdet, um dieses Leben, diese Embryonen – es sind bloß Embryonen, es sind bloß Funken – zur Wahrheit zurückzuführen, denn erst dann seid Ihr glücklich.
Ihr könnt nun sagen: Ich schere mich nicht um die ganze Welt, ich habe mit dieser Welt nichts zu schaffen.
Wofür wir und wofür der Raum Euch öffnet, ist allein dies: Sprecht niemals Unwahrheit!
Ihr könnt, wenn Ihr etwas nicht versteht, dann könnt Ihr so etwas sagen, das lehren Euch die stofflichen Systeme wohl; es heißt nichts, aber macht es niemals bewusst.
Fühlt Euch niemals geschlagen, denn dann habt Ihr nichts mehr.
Gethsemane hat uns gelehrt, letztens, dass wir dort darum gebettelt haben, geschlagen zu werden.
Ihr werdet nun stark, Ihr prügelt auf Euch selbst ein.
Das ist von Millionen Menschen bewiesen worden, sie gingen in die Löwengrube hinein.
Wagt Ihr nicht?!
Sie gingen zu den Scheiterhaufen, wagt Ihr das, könnt Ihr das?
Für was, für wen?
Das müssen wir uns jetzt fragen.
Und um nun dieses Bild vom Raum aus zur Erde zu führen, sodass Ihr für Euer gesellschaftliches Leben etwas davon habt, weil Ihr wisst, wie wir vom Raum aus zur Erde kamen.
Diesen Weg haben wir beschritten, diese Lebensgrade sind Euch verdeutlicht, verstofflicht und vergeistigt geschenkt worden.
Ihr könnt nun fühlen und denken, wohin wir eigentlich gehen wollen und worum es geht.
Und nun stehen wir sofort hier, aus diesem großartigen Gethsemane, in Jerusalem?
Das ist Eure Gesellschaft.
Wenn Ihr gerne solltet wissen wollen, was jenes Jerusalem zu bedeuten hat, dann ist jeder Stein von Eurer Stadt genau dasselbe, ein Teil von jenem Fundament, von jener Stadt, dieser Umgebung.
Jeder Gedanke, der dort aufgebaut worden ist, erlebt, an die Menschen weitergesendet, davon erlebt Ihr den eigentlichen Kern, sofern Ihr diesen Kern zur Vergeistigung führt – sonst hat es nichts zu bedeuten, Ihr schafft es niemals!
Wann müssen wir anfangen?
Wann bekommen wir eigentlich Boden unter unsere Füße?
Wann lernen wir denken?
Und das ist nun das Schwierigste, was es gibt.
Hätte Pilatus denken können, hätte er etwas vom Raum gewusst, hätte er gewusst, dass er eine Göttliche Persönlichkeit mit einem menschlichen Charakter war, ja, sicher, hätte die Welt in dieser Zeit in Jerusalem gewusst, dass dort ... dass jeder Mensch, unwichtig, wer es ist, ein Christus ist, ein Gott ist, dann wären keine Zweifel entstanden.
Dann hätte es Frieden und Glück gegeben.
Aber wir wissen: Aus dem Urwald, aus dem Nichts, dem tierhaften Denken und Fühlen, dem Einfach-drauflos-Leben, kamen wir zum städtischen-Ich.
Wir brauchen nicht mehr zu fragen: Warum leben wir, was tun wir hier, wodurch ist dieses Elend geschaffen worden?
Das sind wir selbst.
Gott gab uns das Leben.
Am Anfang der Schöpfung war – das habt Ihr erlebt –, war noch nichts, da war allein Finsternis.
Eine Finsternis wie dieses Kleid dort, aber es wurde Licht, es gab Licht, ja, sicher.
In der Finsternis gab es Licht, denn die Allquelle hatte eine eigene lebende, leuchtende Vorsehung.
Ihr fragt Euch, in Gethsemane habt Ihr das in der reinen Stille erlebt, in der Wahrheit – nicht wahr? –, in diesem Temperament, in dieser Beseelung, in dieser Inspiration habt Ihr Euch gefragt: Wann bin ich wahr?
Wann komme ich zum Denken, dem Normalen?
Wann kann ich sagen: Ich habe lieb?
Wann kann ich beweisen, dass ich diesen Scheiterhaufen zu tausend Prozent betreten kann?
Wann kann ich sagen: Jene Wolke dort ... ich habe nicht einmal Angst.
Denn der Scheiterhaufen bedeutet wohl etwas, das lebendige Versengen Eures stofflichen-Ich.
Wenn man Euch aufschneidet und aufhängt, so wie Petrus, kopfüber?
Ja, das heißt wohl noch etwas für den menschlichen Charakter.
Aber wenn Ihr wisst, wodurch Wind, Regen, Sonne, Licht, Finsternis, ein Planet, ein Stern und eine Sonne geboren sind – aus Eurem eigenen-Ich, aus Eurem Herzen heraus und unter Eurem Herzen hervor – dann seid Ihr stark, lebenslustig und bereit, dies alles zu akzeptieren.
Nun kann ich weitermachen, um Euch Betrachtungen zu geben, Bilder, Szenen aufzubauen.
Aber auf einmal kann ich Euch vor den Augenblick stellen und das muss dann das Erforderliche sein, Ihr habt Eure Vorbereitung erlebt.
Wir waren hier und haben uns gefragt: Darf ich ein klein wenig von dieser Erde haben?
Hier hat Er gelebt.
Ist es nicht so?
Als Erstes fangen wir an, uns als Gärtner auszugeben, um Gethsemane für das menschliche Denken und Fühlen in Ordnung zu halten.
Das Gleichgültige, das Unbewusste, heißt das nichts?
Auch wenn das Unbewusste auf dem heiligen Leben Gottes steht, es zertritt es sowieso.
Ihr könnt einen Menschen nicht mal ermorden, totmachen, aufhängen, wenn dieser Mensch das Bewusstsein nicht hat und nicht besitzt: Ich habe verkehrt gehandelt.
Und das muss nun hinaus!
Wir müssen nun wissen, dass, wenn wir verkehrt handeln, etwas geschieht, dass der Raum einstürzen kann.
Ja, sicher, für Euch stürzt dieser Raum ein!
Wenn Ihr Licht habt und einer Glückseligkeit versichert seid, dann stürzt Euer Raum schon ein, bloß wenn ein verkehrter, niederreißender, finsterer Gedanke über Eure Lippen kommt.
Und dann nörgelt Ihr bloß weiter, aber dann seid Ihr wie Pilatus!
Und was Pilatus ist, das werdet Ihr bald sehen.
Was er getan hat, das werdet Ihr bald verstehen, wenn Ihr wisst, wo er nun lebt, wenn Ihr wisst, was dieser Mann getan hat, diese Seele, dieses Leben, dieser Geist, diese Persönlichkeit.
Ihr kommt bald zur räumlichen Gewalt und dann ist ein kleiner, winziger Funken Euer Fall, denn Gott hat keine Gesetze, Planeten und Räume geschaffen mit und durch Seine Gedanken: Nun ja, Ich werde wohl sehen, was dabei herauskommt.
Das war bewusst klar.
Das war Beseelen, das war Antreiben, das war Schauen, das war Konzentrieren.
Das war Gerechtigkeit, Gefühl, Harmonie, Wohlwollen, das war pures Wissen!
Und das geben wir Euch, das wollen wir Euch schenken, weil Ihr endlich wissen sollt, dass Ihr Brüder seid, Schwestern seid, Vater und Mutter, dass Ihr Götter seid, dass in Euch der Funke Gottes – aus der Allquelle entstanden, Euch geschenkt – täglich, jede Sekunde, tagein, tagaus, in Euch lebt!
Ausrufezeichen!
Als der Mensch Christus von dieser Stille, diesem Paradies aus die Erde erleben sollte und als Er sprach: „Ich bin eins mit Meinem Vater, an den Wundern werdet Ihr Mich und müsst Ihr Mich erkennen“, dann seht Ihr Euch selbst und dann strahlt Euch aus Euren Augen Euer Licht entgegen.
Ja, der Mensch hat Augen, er kann gucken, er kann reden, er kann sprechen, aber wie ist diese räumliche Maschine zusammengesetzt?
Wo lebt eigentlich das Fundament, die Persönlichkeit, die spricht?
Ihr könnt mir wohl weismachen, dass wir durch Planeten entstanden sind und dass wir diese Räume überwinden können; es geht darum und es wird so sein: Macht es mir deutlich, denn ich will den Gott allen Lebens in meinen Händen haben, fühlen, erleben.
Erst dann kann ich Euch akzeptieren.
Der Mensch schreibt, der Mensch baut eine Aufgabe auf.
Er betreibt Kunst, er hat Inspiration, er wird etwas und nun könnt Ihr sofort bereits von Gethsemane aus erfühlen: Durch welche Aufgabe erlebt Ihr die Finsternis, die Disharmonie, die Ungerechtigkeit, und durch was erlebt Ihr das Erwachen Eures Göttlichen-Ich?
Es hat Menschen gegeben – und diese leben noch –, die begannen durch die Stille, die Harmonie, die Meditation des Christus, durch Gethsemane, zu denken.
Und sie wussten: Wenn ich mit diesen räumlichen Gedanken zum Menschen komme, dann wird dieser Mensch, der das nicht versteht, mich angreifen und notfalls vernichten.
Aber wenn ich dann nur fünfundzwanzig Worte habe sagen können, dass es einen Gott der Liebe gibt, dann bin ich bereit und meine Aufgabe ist vorbei.
Diese Menschen haben alle Gethsemane erlebt, sie haben den Pilatus in sich selbst kennengelernt.
Sie haben Gott, Christus, den Menschen, ihre Väter und ihre Mütter verraten, nicht von vorn, sondern auch links und rechts, von hinten und oben, in allem, in allem, in allem.
Der Mensch dürstet nach Besitz.
Liebe ist mit Füßen weggetreten worden, Heiligkeiten sind geschmäht worden.
Der Sohn, die Tochter hat Vater und Mutter vergewaltigt?
Nein, das war noch nicht genug, in Stücke geschnitten.
Diese Geschichten kennt Ihr, das ist geschehen, aber das waren noch bloß Menschen.
Wir haben gesehen, je höher wir kommen, desto schwieriger wird es.
Nein, es wird viel einfacher und leichter, aber hier wird es schwierig.
Der Kern Gottes, die Seele, die Ihr seid, jener Teil der Allquelle, jenes Leben, das sich ausdehnte, das sich verstofflichte, hat Gott, hat die Räume, hat das alles zu repräsentieren.
Und das ist noch nicht bewusst, das muss erwachen.
Das hat für sich selbst Tausende von Zweifeln in sich.
Man denkt immer bloß wieder, dass wir betrogen werden, man denkt, dass wir zuschanden gemacht werden, aber der eigentliche Kern, das Bewusstsein, ist nicht zu betrügen, auch nicht zuschanden zu machen, das werdet Ihr lernen.
Ich sagte Euch, wenn wir in der Gesellschaft leben und wir haben weder Gott (noch) Christus, wir haben nichts, wir wissen nichts von metaphysischen Gesetzen, dann ist das Leben kinderleicht.
Aber dann steht Ihr auch über dem „Sarg“ und dann weint Ihr Euch leer.
Dann ist jener Körper Euer Verlust, Eure Welt, Euer Raum.
Dann hat eine Blume mehr, sie repräsentiert eine Eigenschaft.
Sie ist aus der Erde hinaufgezogen und sie strahlt Euch durch die Göttlichen Farben entgegen, und das ist wieder Vater- und Mutterschaft.
Betrachtet nur diese Kinder, Klein und Groß repräsentieren das räumliche Bewusstsein.
Sie haben wie Ihr einen unermesslichen Weg zurückgelegt.
Sie sprechen, sie singen, sie haben lieb.
Dieses fragt dort: „Darf ich dort auch stehen?“
Dieses ist ruhig ... diese wissen.
Dies ist auch ruhig.
Es schaut durch alles hindurch, das ist der räumliche, erschaffende Gedanke Unseres Lieben Herrgottes, der seinen goldenen Kelch für das menschliche Bewusstsein öffnet und spricht: „In mir ist kein Zweifel.“
Diese Kindlein von Unserem Lieben Herrgott sind frei von Pilatus und so müsst Ihr als Mensch werden.
Ihr werdet so werden, aber je höher, je schöner, je großartiger diese Ausstrahlung, jenes Bewusstsein wird, desto ängstlicher wird es in Euch, weil Ihr fühlen werdet: Jetzt müsst Ihr alles einsetzen!
Und jenes Einsetzen ist nicht so einfach, denn Ihr fallt immer wieder durch.
Man braucht Euch nur kurz zu berühren, kurz anzuschauen, und da steht Ihr, dann kommt das Reagieren, fühlt Ihr?
Pilatus war nicht so schlecht und jenes Gezweifel in Euch, das ist nicht so ein Niederreißen, so ein niederreißendes Getue, sondern es macht Euch vollkommen blind, Ihr seht nichts mehr!
Als das Göttliche Bewusstsein auf der Erde stand und Seine Aufgabe, Sein heiliges Evangelium den Menschen bringen wollte, da stand Er sofort vor dem Zweifel ... vor dem Zweifel.
Der Mensch Pilatus, ein schönes, weißes Laken umgehängt, ein herrliches Gewand, wusste es nicht.
Seine Seele dort, die die Träume aus dem Raum bekam und wieder für das Höhere offen ist, sprach: „Vergreif dich nicht an jenem Leben.
Oh, mein Geliebter, vergreif dich nicht!
Mein Inneres hat mich heute Nacht gewarnt, vergreif dich nicht an diesen höheren Gedanken und diesen Kräften, denn du wirst dich für ewig, ewig, ewig zuschanden machen!“
Pilatus steht neben dem Messias.
Ja, der Pöbel, das Volk, das Unbewusstsein will hier fordern, es wird eine Gerechtigkeit vor der Welt aussprechen – aber nicht vor Gott, denn daran denkt man nicht.
Der Mensch Christus hat Seine Wunder gezeigt, Er hat die Aussätzigen geheilt, den Blinden das Licht gegeben.
Er hat eine Weisheit gesprochen: „Werdet Liebe, werdet Gerechtigkeit.“
Er musste es tun in diesem Dreck, in diesem Unbewusstsein, in dieser Finsternis, in dieser schrecklichen Gesellschaft.
Er musste wandelnd durch die Menschen hindurch, mit einem Göttlichen Bewusstsein.
Diese Göttliche Gestalt, dieses räumliche-Ich für Fühlen und Denken, für Vater- und Mutterschaft, war bereit, diese gesamte Masse auffangen zu können, wurde aber nicht akzeptiert.
Was wir hieraus ziehen müssen und für Euch selbst zum Bewusstsein führen müssen, um diesen Gefühlen die räumliche Gestalt zu schenken, nach der ich frage, ist: Was hätte Pilatus tun müssen, aber wie hätte er dort handeln müssen?
Dieser Mann konnte nicht denken.
Ja, für die Erde konnte er denken.
Schreibt Ihr ruhig auf, ich werde wohl richten: Hängt nur auf.
Aber damit seid Ihr nicht fertig.
Hängt (ihn) nur auf, dieser Mann hat einen Mord begangen, schlagt ihn nur gegen die Wand, saugt ihn nur leer, henkt ihn, foltert ihn, so stark ihr wollt, dieser Mensch hat sich vergessen.
Ihr wisst: Für den Raum könnt Ihr das nicht tun, Ihr braucht keine Hand auszustrecken, denn Ihr schlagt sowieso Euch selbst!
Was hätte er tun müssen?
Die Geschichte hat ihm sogar noch eine Krone gegeben, das ist geschehen, um der Menschheit zu zeigen: Wie müsst Ihr nun für Euch selbst handeln?
Was hättet Ihr tun müssen?
Ihr steht jeden Augenblick in dieser Gesellschaft vor diesen Pilatussen – aber wir sind es selbst!
Der Mensch sagt etwas, der Mensch tut etwas; um sich nur selbst zu beschützen, verrät er seine Schwester, seine Mutter, seinen Bruder, seinen Vater.
Er kann diese letzten fünf Prozent nicht verstofflichen, es kommt nicht über seine Lippen, denn hier weigert sich etwas.
Diese Persönlichkeit ist verängstigt, ist eingeknickt.
Ja ... und dann kommt das Lebenswasser dabei zustatten.
Ihr könnt jenes Urteil aussprechen, leicht, einfach.
Sendet es nur jemand anderem aufs Dach, jemand anderem aufs Haus, legt es nur jemand anderem auf die Schulter, Ihr seid frei!
Aber Ihr seid keinen Cent, Ihr seid nichts wert für den Gott allen Lebens, Ihr habt Euch hierdurch selbst für Tausende von Dingen eingesargt!
Der Mensch schaut auf das Allerhöchste und fordert nur immer wieder: Ich will dies, ich will das, ich will soundso besitzen.
Aber die Göttliche Metaphysik zwingt Euch, jeden Gedanken zu analysieren und zu kontrollieren und zur Harmonie zu führen, wie die Dinge entstanden sind.
Und das wisst Ihr nun!
Wenn Ihr eine Blume, einen Samen in die Erde steckt und Ihr holt ihn zehn Minuten, eine Viertelstunde später wieder heraus, Ihr schaut immer wieder, dann erstickt Ihr jenes Bewusstsein, das verrottet.
Und so geht es auch mit Eurer eigenen Persönlichkeit.
In Gethsemane haben wir gesehen, dass wir so denken müssen, immer nur wieder zu dieser Liebe, zu dieser Harmonie.
Und dann kommen wir auch nach Golgatha, dann bekommen wir Unterstützung und Halt in der Gesellschaft und dann können endlich die Millionen von Gott, die Kinder, sagen: Ja, er hatte Wahrheit, sie ist wahr, wohlwollend und lieb.
Dies ist eine seligende Persönlichkeit, dieses Licht, Ausstrahlung.
Man sehnt sich danach, diesen Leben zu begegnen, sie geben Euch Kraft, Licht und Wahrhaftigkeit.
Wenn diese Leben neben Euch sitzen und bei Euch hereinschauen, sie setzen sich nieder auf Euren Stuhl, dann seid Ihr dankbar, weil diese Leben etwas ausstrahlen, Euch etwas ... Euren Leben etwas zu schenken haben.
Und das hatte Christus!
Das hatten die Apostel nicht; sie waren so unscheinbar und klein, dass einer nach dem anderen vor Angst zusammenbrach.
Sie schliefen ein, sagte ich Euch.
In dem heiligen Moment, in dem es geschehen musste, dass dieser gesamte Raum erwachte und schaute, Millionen Menschen, Millionen Seelen, Millionen Meister Ihm folgten, schliefen sie ein.
Sie mussten ausruhen.
„Sie konnten keine Stunde mit Mir wachen.“
Nein, das kann der Mensch nicht!
Der Mensch kann wachen, wenn es für ihn selbst ist.
Die hundert Prozent zu erleben für das menschliche Sterben, das Dienen, das Kümmern, das ist Gethsemane.
Dann habt Ihr mit Zweifeln, dann habt Ihr mit Pilatus nichts zu tun.
Pilatus ist ein einfaches Kind, ein vier-, fünfjähriges Kind, das sagt und akzeptiert, von der Mutter bekommen, von der väterlichen Macht aufgenommen: „Ja, Mutter, ich sehe es, dort ist mein Essen und Trinken, ich glaube dir.“
Pilatus steht dort, er ist der Repräsentant, die repräsentierende Persönlichkeit für die menschliche Gesellschaft, er repräsentiert eine Masse.
Die Gefahr seines Lebens fühlt er nicht.
Denn jeden Augenblick kann Euch die leuchtende Persönlichkeit entgegentreten, und dann habt Ihr aber zu denken!
Dann habt Ihr zu denken für den Raum, für Unseren Lieben Herrgott, für Gott, für die Allquelle, für Millionen Eigenschaften.
Die Welt kräht Ihn heraus, aber da ist nicht ein einziger Mensch auf der Erde gewesen, der frei von den Pilatus-Eigenschaften gewesen wäre, denn die Hunderte von Eigenschaften im Menschen – das haben wir akzeptieren müssen – bekamen Licht, Leben und Liebe durch den Zweifel.
Der Zweifel ist manchmal gut, weil Ihr durch den Zweifel das Niederreißen anschauen könnt.
Und wenn Ihr dann das andere besitzt, um dies zu erleben und aufzunehmen, dann seid Ihr der starke Mann, die bewusste Mutter, die vorwärtsgeht und sich sehen lässt, sich zeigen wird, sich für ihren Gott sehen und bewundern lässt, was sie will und was sie kann.
Und nun stehen wir eben vor diesem schwachen Kind und vergleichen uns selbst mit dem Messias, dem höchsten Bewusstsein für diesen Raum.
Und nun wird es gefährlich, nun wird es beängstigend.
Ich sagte Euch, die Gesellschaft kennt das nicht, für die Gesellschaft ein zweifelndes Gefühl zu besitzen, heißt nichts.
Niemand, niemand wird Euch stören, niemand wird Euch etwas sagen.
Ihr zweifelt ... warum?
Ihr zweifelt an allem, aber zweifelt nun mal an Eurer Seele, an Eurer Göttlichen Abstimmung, und Ihr habt nichts mehr!
Zweifelt an dem schönen Gefühl von ihm, der sagt: „Mein Kind, ich bin Euer.
Ich tue nichts, ich habe Euch lieb.
Ich will für Euch leben, ich will für Euch arbeiten, ich will für Euch sterben.“
Wenn jenes Gefühl, diese Harmonie, jenes Akzeptieren nicht da ist, dann redet Ihr zu einem Taubstummen, es kommt nicht an.
Und nun sind Tausende, nein Millionen Menschen sind bereits getötet worden, allein, weil sie nicht glauben konnten.
Ist es nun so seltsam, dass die Meister begannen, den Glauben als ein Fundament in der menschlichen Seele zu platzieren?
Dem Menschen vor der Verdammnis, ewigem Brennen Angst zu machen?
Das war nur, um Euch diesem Pilatus zu verhaften, dass Ihr nicht mehr zweifeln würdet, denn durch den Zweifel ist die Gesellschaft in das Nichts, in einen Sumpf weggesunken.
Es gibt kein Licht mehr, auf der Erde ist kein Lichtlein zu sehen.
Die Universitäten sind taub, stumm und blind.
Das bekommen wir durch Pilatus zu sehen.
Nach dem Gezweifel steht eine andere Wahrhaftigkeit vor Euch.
Dann steht die Tracht Prügel vor Eurem Leben, denn durch Pilatus kommen wir zur brutalen Gewalt.
Und nun wird es schlimmer, von einem zum anderen, aber hinabsteigend, zur Finsternis hin.
Wie handelt Ihr, wie werdet Ihr tun, wenn das verkehrte Wort nun einmal zu Euch kommt?
Ihr könnt durch die Bücher, durch die Lebenswahrheit jener Seite, der Meister, könnt Ihr nun bestimmen, wie Ihr zu handeln habt, wenn etwas für Euer Leben gesagt wird, das Euch das Blut kostet.
Wenn man weiß, wenn Ihr zu fühlen beginnt: Es geht um mich selbst – na, was kann passieren, wenn Ihr wisst, dass Ihr Gott in allem repräsentiert und dass die Gesellschaft durch Euch lebt?!
Alles lebt durch Euch, denn Ihr seid wirkliche Abstimmung von der Allquelle, die alles besitzt, und das ist Licht, Leben und Liebe.
Das sind Gesetze der Elemente, das sind Sonnen, Sterne und Planeten, geistige, astrale Welten, das ist die Seele, Geist und Persönlichkeit.
Und von jenem letzten ... diesem letzten Gedanken, jenem Gefühl, das handelt, das fühlt, er ist bewusst sicher oder er hat nichts zu bedeuten, er verliert sich in allem, jedem Augenblick.
Ja, Ihr braucht nicht lange bei diesem Pilatus hier in jenem Gethsemane oder in Eurer Gesellschaft stehenzubleiben.
Eure richterliche Krone werdet Ihr wohl verlieren, denn die hat nichts zu bedeuten.
Alles, was nun Wahrheit, was nun Leben, was nun Licht (ist), was nun lebt und Bedeutung hat, das bekommt Ihr selbst in die Hände, wenn Ihr jeden Gedanken und jedem Charakterzug das gebt, wodurch die Sphären entstanden sind und wodurch Christus sprach.
Was ich Euch hier, von dieser Quelle aus, schenken kann, ist: Wie müsst Ihr für Euch selbst wachen?
Das haben wir nun gelernt.
Wir kamen durch diesen großartigen Raum zur Erde zurück, wir haben das All gesehen und nun stehen wir vor den menschlichen Charaktereigenschaften.
Tausende Dinge stürmen auf uns ein: Freundschaft, Wahrheit, Wohlwollen, Ruhe, Frieden ...
Ja, was sind das für Dinge?
Wie werden wir nun ... wie müssen wir nun denken lernen?
Wenn der Mensch sagt, wenn der Mensch die Bibel zitiert ...
Ich sage Euch: Die Gesellschaft ist nicht so ernsthaft, das ist sehr einfach.
Ihr könnt Tag und Nacht weiterdenken, es ist alles rau und brutal und niederreißend, verschandelnd; aber wenn die Seele zu sprechen beginnt, wird es schwierig und gefährlich.
Die Gefährlichkeit, dass Ihr Euch selbst verlieren werdet, die Gefahr ist nun, dass Ihr Eure Gottheit verleugnet; und das haben Millionen gekonnt.
Ich will Euch deutlich machen, dass jeder Gedanke, vor dem Ihr auch steht – ein fremder Jemand –, dann steht Ihr vor dem Teil von Euch selbst, den Ihr ernähren werdet und dem Ihr einst das Licht schenken werdet.
Es wird dadurch so gefährlich und so schwierig, weil Ihr in dem Maße – das habe ich Euch eines Morgens deutlich gemacht, davor stehen wir nun – weil Ihr, wenn Ihr einmal das Licht bekommt, wenn Ihr einmal die Sphären, die durch Harmonie, durch Gerechtigkeit aufgebaut worden sind, wenn Ihr das einmal in den Händen habt, dann werdet Ihr Gethsemane fühlen, Ihr geht aus Gethsemane hinaus.
Ihr schaut diesen Pilatus gar nicht mehr an, der hat nichts zu bedeuten.
Ihr habt mit Zweifel und mit Niederreißen nichts mehr zu tun, Ihr geht geradewegs nach Golgatha.
Ihr hängt Euch selbst an das Kreuz und Ihr sterbt für diese Masse.
Aber bald kommen wir dorthin, wir sind noch nicht so weit.
Wir müssen erst das Bewusstsein in uns wecken, dass wir nun, das versteht sich von selbst, dass wir alles repräsentieren und dass wir dieses unser Leben – das seid Ihr, das ist die ganze Gesellschaft – werden tragen müssen.
Warum hat der Mensch jenes Gefühl?
Warum gibt es Menschen, die beseelend sind, um diese Gesellschaft ans Herz zu drücken?
Ich habe Euch ein Bild von der ersten Sphäre gegeben, der zweiten, der dritten.
Ja, sicher, dort sitzen Menschen und ruhen sich aus, aber das brauchen sie nicht lange zu tun.
Der Rest aus diesen Sphären des Lichts ist irgendwo.
Ihr könnt Euren wirklichen Vater und Eure wirkliche Mutter dort gar nicht finden, die sind da nicht.
Sie sind irgendwo, sie sind beschäftigt.
Wenn sie sich dort niedersetzen und ausruhen und ausruhen, sie können eine Meditation erleben, dafür ist Gethsemane.
Eine Sphäre ist Gethsemane, ein Raum, bereit für das Licht und die Harmonie und die Gerechtigkeit; das ist immer wieder Gethsemane, das ist die Meditation.
Das ist ein kleiner Ort in Euch, ein Fundament, durch das Ihr ausruhen könnt, die Dinge bedenken könnt, die Dinge für Seele, Geist und Eure ewig währende Göttliche Persönlichkeit erleben könnt.
Aber nun werdet Ihr fühlen, dass Ihr jeden verkehrten Gedanken in Euch aufnehmt und es eine Folter für Euer Leben ist, denn Euer Blut, Euer Leben dort, sticht Euch, schlägt Euch.
Und jenes Leben gehört Euch!
Ihr werdet in den Lichtsphären verstehen, dass Ihr das Leid, die Schmerzen dieser Menschheit – all dieser Millionen Kinder – werdet tragen müssen, repräsentieren, denn sie sind Teil Eures Fußabdrucks.
Wenn diese Millionen Menschen wandelnd weitergehen und sie gehen nach unten, dann ist dies das Niederreißen, der Stillstand für Euch selbst; Ihr könnt nicht weiter.
Und darum leben so lange Menschen in den Sphären.
Darum dauert es ... darum wird es so unendlich schwer und schwierig, je höher Ihr kommt, die Gesellschaft, diesen Raum, all diese Völker der Erde in Euch aufzunehmen.
Ihr fühlt es wohl, darum stehen die Menschen dort so lange still.
Wer alles aufnimmt, wer alles akzeptiert, wer keine Zweifel, weder Lüge noch Betrug in sich hat, der steigt über das menschliche Denken und Fühlen hinaus und hat nun räumliches Bewusstsein.
Und dann erst werden die Planeten, die Sterne, die Sonnen zu Eurem Leben sprechen.
Dann sagt jedes Gesetz: „Wartet einen Moment, analysiert mich mal.
Ich will mit Euch mit, Ihr habt mich vergessen.“
Dann könnt Ihr keinen Schritt weitergehen, denn jeder Fußabdruck sagt: Ho!
Ein neues Gesetz offenbart sich Eurem Leben, es hakt sich an Eurer Seele, Eurem Leben fest und sagt: „Analysiert mich, ich gehöre zu Euch.
Ich gehöre Euch.“
Fühlt Ihr?
Und das von der ersten Sphäre hier auf der Erde aus zu sehen.
Erzählt mir nun, fragt Euch nun selbst, was Ihr habt, wer Ihr seid, was Ihr könnt.
Dies ist nicht mehr Glauben, dies ist räumlich Wissen!
Nun werdet Ihr die Dinge des Tages bedenken, besprechen und befühlen.
Nun ist der mütterliche Kuss unendlich, sofern diese Wahrheit dabei ist.
Wenn Ihr selbst dieser Liebe, wenn Ihr selbst dieser Liebe, jenem Gefühl, jenem Charakter keine Beseelung geben könnt, dann steht Ihr wieder hier und wascht Eure reinen Hände und Ihr seid wieder der zweifelnde Pilatus in Euch.
Und so gibt es Tausende!
Für die Freundschaft, für Eure Arbeit, für Eure Aufgabe, Euer gesamtes gesellschaftliches Leben.
Es ist ein Chaos, es ist eine Finsternis, aber diese Finsternis, die lebt unter Eurem Herzen.
Ja, es wird schwierig?
Nein, es wird kinderleicht, das werde ich Euch beweisen.
Die Apostel, die Christus folgten und die sahen, dass Er dort stand ...
Urteilt nur!
Pilatus links, der Christus hier ...
Barabbas kam, das Niedere.
Der Barabbas, der feine Kern, der ernsthafte Kern, der sprach: „Nehmt mich und lasst diesen Menschen fortgehen.“
Fühlt Ihr, der hatte bereits etwas von Gethsemane, dieser Barabbas, der wollte der Menschheit etwas geben.
Ein Rebell, der den Kern in sich trägt und ehrlich sagt – weil es sein Leben kostete, es ist egal: „Lasst diesen Menschen gehen.“
Es ist in jenem Augenblick dort viel mehr gesagt worden, wovon die Menschheit nichts weiß.
Aber dann wären die Menschheit und die Gesellschaft schon ganz durcheinandergekommen und man hätte nicht gewagt, den Christus zu ermorden.
Der Barabbas, der legte Pilatus die Worte in seinen Mund: „Lasst Ihn in Ruhe und greift mich, ermordet mich, hängt mich doch auf!
Ich weiß, dass ich falsch, dass ich schlecht gehandelt habe.
Ich habe Menschen, ich habe die Dinge des Lebens besudelt.
Greift doch mich, mit mir ist nichts verwirkt.“
Da schaute der Christus kurz nach rechts, Barabbas in seine Augen ... und Barabbas wusste, innerlich wurde es ihm gesagt: „Gebt Mir diese Ehre, lasst dies Mich dieser Masse schenken.
Ich will geschlagen werden, Ich will tragen, Ich will fühlen, Ich will denken.
Ich will die Liebe erleben, von allem, was von Gott geschaffen ist.
Lasst Mich dies doch erleben, Ich bin bereit und Ihr nicht.“
Dort steht ein niederes Bewusstsein, hier steht das Allerhöchste und zwischen diesen beiden Leben steht der Zweifel.
Pilatus wusste es nicht, aber nun müsst Ihr es wissen.
Er hätte es wissen müssen.
Ihr müsst für die Gesellschaft ...
Es geht hier um Leben und Tod, es geht hier um Gott, um Christus, um Euren Raum, um die Allquelle, um Millionen von Fragen, Charakterzügen, Wohlwollen – immer nur wieder Wohlwollen –, Gerechtigkeit, Liebe, Glück, Leben, Licht, Vater-, Mutterschaft.
Nur immer wieder um jenes Leben, Liebe, Glück, Vater-, Mutterschaft, Persönlichkeit!
Dort steht der Zweifel und der weiß es nicht, der wäscht seine Hände in Unschuld, dieses menschliche Bewusstsein, und spricht: „Ich habe nichts damit zu schaffen.“
Der schlägt alles um.
Er – der Göttliche Kern in sich – hat mit nichts etwas zu schaffen!
„Ich habe nichts damit zu schaffen, es geht mich nichts an.
Ich werde auch niemals danach schauen, richtet über Euch selbst!“
Ja, gebt den Menschen nun ruhig dem tierhaften Getue dort vor Euch in die Hände, dem tobenden Niederreißenden; dem Judentum?
Da waren auch Christen, Pharisäer und Schriftgelehrte.
Wir werden bald ... bei der nächsten Sitzung, dann führe ich Euch, dann stelle ich Euch vor Kaiphas.
Dann wird der Jude in uns sterben und der Christ in uns erwachen, denn dorthin gehen wir. (Der Sprecher gibt an, dass der Jude in uns sterben müsse, auf dass der Christ in uns erwachen könne. Der „Jude in uns“ steht hier symbolisch für unsere Charaktereigenschaften, unsere Gedanken und Gefühle, die Christus nicht akzeptieren; unsere Charaktereigenschaften, die nicht wie Christus allem, was lebt, dienen und es lieb haben wollen.)
Der Mohammedaner, Buddha, alles, jede Sekte, das Judentum wird sterben, um das christliche, räumliche, Göttliche Bewusstsein in uns aufzunehmen und um den Zweifel zu töten. (Wie im vorigen Satz gibt der Sprecher an, was die Voraussetzung dafür ist, dass sich das christliche, räumliche, Göttliche Bewusstsein in unserem Inneren entfaltet: Hierfür müssen die anderen Religionen, die wir in uns aufgenommen haben, sterben. Wenn diese anderen Gedanken und Lehren in uns weiterleben würden, so würde dies einen Zweifel und eine Teilung in uns bewahren, wodurch unser räumliches Bewusstsein sich nicht entfalten kann.)
Um uns den Zweifel unter unsere Füße zu legen, es ist ein Schlangenbewusstsein!
Und dann sagen wir: „Ja, sicher, wenn ich nicht dort bin?!“
Was habt Ihr hiervon?
Das Ehrfurcht gebietende, großartige Gefühl zu erleben, dass Ihr glücklich seid und Ihr Euch für irgendetwas einsetzen könnt.
Wenn der Mensch seinen Kopf vor Vater- und Mutterschaft beugen kann, zwei Leben in der Gesellschaft, wie ist danach dann der Kuss?
Dann fließen Tränen der Herzlichkeit und des Verstehens.
Sitzt aber dieser hässliche, gesellschaftliche, finstere Kopf auf dem menschlichen Charakter und kann jener Kopf weder zerbrochen noch gebeugt werden, dann seid Ihr jenes Gift hier.
Wer nichts kann, überhaupt nichts, nichts besitzt, wer seine Hände in Unschuld wäscht, den würde man ...!
Aber das macht Ihr gar nicht, sonst hätte der Christus es getan.
Der würde Euch ...!
Denkt nur nicht so verkehrt.
Ja, der würde Euch an Eurem Herzen nehmen wollen und sagen: „Kind, Kind, Kind, denkt nur einmal, was Ihr tut, bedenkt nun einmal, dass die Zeit kommt ...“
Nun sitzt Ihr da, nun steht Ihr da.
Ihr könnt, Ihr müsst einen Befehl führen, Ihr müsst die Antwort für Euch selbst geben, für Euren Kuchen, Euer Brot, das Ihr gebacken habt, es schmeckt.
Aber wir gehen höher!
Bald werdet Ihr – was (bedeuten) König und Kaiser?, haben wir Euch beigebracht – bald steht Ihr davor, über ein Volk zu regieren.
Und nun müsst Ihr mal schauen, wie dort Hände gewaschen werden.
Zweifel?
Puh, die seht Ihr nicht.
Ich zweifle?
Eine feine Persönlichkeit, die spricht: „Ich, äh, ich habe nichts damit zu schaffen, dafür bin ich wirklich nicht zuständig!“
Pfui!
In Gethsemane werdet Ihr von einer kleinen, winzigen Natter weggeblasen, weil jene Natter zu Euren Charakteren gehört.
Und diese eine, die zieht Tausende an, es wird ein Gespenst, das sagt: „Geht hier heraus, Heuchler!
Was wollt Ihr, den Lebensboden des Messias hier erleben?
Euren Wahnsinn zum Ausdruck bringen?“
„Damit habe ich nichts zu schaffen“?
Ihr seid es!
Und so sind Millionen Menschen vor Euren Augen abgeschlachtet worden.
Der bewusste Betrug, das Niederreißen, das liegt dort vor Euch.
Aber geht einmal höher, kommt einmal höher zu dieser ätherischeren, ätherischeren Gerechtigkeit.
Ja, dann wisst Ihr es auch nicht mehr und dann attackiert Ihr den Menschen und dann ist Licht für Euch finster, dann ist die Liebe eine Verschandelung.
Hart?
Ja, nun steht Ihr vor der Strenge, der Härte des geistigen Gesetzes, für das der Messias starb.
Und das hat Petrus auch durchmachen müssen, denn damals hing er kopfüber an einer Leiter und man hat ihn geschlachtet wie ein Schwein.
Dann strömte sein Blut weg, aber er fand es richtig.
Nun gab es keinen Zweifel mehr.
Nein, denn diesen hat er in sich getötet!
Dieser Wurm Petrus, der dort unter den Menschen umherging, Gethsemane hat er erlebt.
Er kommt aus dem Garten Gethsemane, er kommt aus dem Raum ...
Dort liegt die Göttliche Quelle und er glaubt es nicht, er schläft ein und spricht: „Ich habe diesen Menschen nicht gesehen.“
Sehr einfach, leicht, Petrus, man hätte Euch aus der Welt blasen müssen!
Ja, schimpft einmal auf Petrus?!
Nun wird noch gesagt: „Die größte Dummheit, die ich begangen habe, war, dass ich diesem Mann folgte.
Das ist eine ewig währende Dummheit.“
Nein, davon kommt Ihr niemals mehr weg, bis Ihr den Pilatus aus Eurem Leibe reißt, unter Euren Herzen wegzerrt und endlich beginnt, zu akzeptieren, endlich zu sagen wagt: „Ja, das ist es, nun weiß ich es.“
Aber das kann ich Euch nicht geben, das konnte Euch der Christus nicht geben.
Er stand hier und sie nahmen Ihn nicht an.
Sogar Petrus, der tagein, tagaus mit Ihm über die Weiden ging, durch die Straßen ...
Judas!
„Ich kenne diesen Menschen nicht, ich habe diesen Menschen noch niemals gesehen.“
Ja, seid Ihr weit von Petrus weg?
Habt Ihr nichts mehr von Pilatus, zweifelt Ihr an nichts mehr?
Habt Ihr einen solchen segnenden, sich ausdehnenden Gerechtigkeitseinfluss in Euch, dass die Vögel des Raumes Euch verfolgen und nichts anderes tun, als für Euer Leben zu zwitschern?
Erlebt Ihr bereits solche Wunder?
Wie viele Charaktereigenschaften haben sich zu einer Blume ausgedehnt?
Was Ihr noch habt und was die Menschheit hat, sind nur unbewusste Krümel, Sparflammen, abgestorbene Teile.
Gott, mein Gott, mein Gott, wenn Ihr die Schmerzen, die Pein, die Folter des Messias erfühlen werdet ...
Nein, des Menschen, des normal bewussten Menschen, der niemals akzeptiert wird, des Menschen, dem man nicht glaubt.
Des Menschen, der seine Mutter attackiert und sagt: „Was habe ich mit Euch zu schaffen, Weib?“
Mein Himmel, hat dieser Mensch etwas?
Der braucht kein Pilatus zu sein, das ist ein Treiber für den Teufel.
Darüber sprechen wir nun nicht mehr, diese Welt wollen wir nicht.
Wir sind damit beschäftigt, uns für die Gesellschaft einzusetzen.
Wir sind damit beschäftigt, jedes Ding in uns zu zerbrechen, fertigzumachen.
Wir müssen diese Charaktereigenschaften entkleiden, nackt werden sie vor uns stehen, erst dann strahlt das menschliche Auge.
Nun habt Ihr etwas davon.
Ihr werdet leben, Ihr werdet dichten, Ihr werdet singen, Ihr werdet ein Künstler nach räumlichem Fühlen und Denken.
Ihr habt, Ihr könnt etwas.
Und nun könnt Ihr mehr Gefühl haben, Ihr könnt Nichts-sein, auch wenn Ihr nur ein Straßenbauer seid.
Auch wenn Ihr jeden Tag nichts anderes tut als Mülleimer zu leeren, das sehen wir.
Ihr seid mehr wert als Eure Königin und Euer Kaiser, die das Leben dort links und rechts schlagen, die Todesstrafen unterzeichnen.
Das ist schmutziges Getue, das ist Niederreißen, das ist Verschandeln; das sind die Pilatusse in Eurer Gesellschaft.
Aber das müssen sie selbst wissen, Ihr tut das nicht mehr, sonst braucht Ihr hier nicht herzukommen.
Dann müsst Ihr wie Petrus handeln.
„Ich habe Euch nie gekannt.
Ich kenne Euch nicht und ich will auch mit Eurem Leben, mit Eurer Weisheit, mit Eurem Licht, Eurem räumlichen Bewusstsein nichts zu tun haben.“
Bleibt dann ruhig der, der Ihr seid.
Dient Ihr ruhig der Gesellschaft, helft ruhig dem Schmutz, genießt es.
Bringt dieses Niederreißen nur höher und höher, setzt ihm eine neue Krone auf den Kopf.
Dient ruhig, wie Pilatus es gekonnt hat: „Ich habe nichts damit zu schaffen.“
Mein Gott, mein Gott, fühlt Ihr denn niemals, Menschen von der Erde, wie der Messias hier gelegen hat?
Wie Er dort wegen eines solchen jämmerlichen Getues hat stehen müssen?
Ein jämmerliches Produkt muss Ihn fragen: „Wer seid Ihr?“
Ja, bald werdet Ihr die Brutalität des echten Juden kennenlernen, der Ihn fragte: „Wer seid Ihr, was seid Ihr, was wollt Ihr? (Der Sprecher verweist hier mit dem Wort „bald“ auf den nächsten Vortrag: Der Kaiphas im Menschen. Mit „des echten Juden“ verweist der Sprecher also auf Kaiphas, der damals das geistliche Oberhaupt der Juden war. Im nächsten Vortrag erklärt der Sprecher, was er mit der Brutalität des echten Juden Kaiphas im Menschen meint, der Brutalität der Charaktereigenschaften in uns, die das höhere geistige dienende Leben in uns und außerhalb von uns fragen: „Was seid Ihr? Ich will Euch nicht, ich kreuzige Euch, sodass ich meine eigene Macht und meinen Genuss behalten kann.“ Wie es der Sprecher im nächsten Vortrag ausdrückt: „Wir haben nichts gegen Kaiphas. Wir haben nichts gegen das Judentum, aber der Betrug, das Niederreißen, die müssen aus diesem Leben weg, das muss weg.“ Mit anderen Worten: Unsere betrügenden und niederreißenden Gedanken müssen aus uns fort, damit der höhere geistige Mensch Christus in uns geboren werden kann.)
Seid Ihr der Christus, der Messias?“
Und nun müsst Ihr in der Lage sein, zu sagen: „Ja, ich bin es, Ihr sagt es.“
Dieser Hochmut war gar nicht in Christus.
Er wollte gar nicht sagen: Ja, das bin Ich.
Ihr seid nichts im Raum.
Er wollte auch nichts sein, aber Er war es, Er repräsentierte es, in Ihm lebt es.
Aber schaut nun mal, was dieser Pilatus getan hat, was Ihr täglich tut, wenn Ihr vor Eurem Vater, Eurer Mutter, Eurer Schwester, Eurer Gesellschaft, Eurem Vorgesetzten, Eurem Chef steht und wenn dieser Mensch meint: So ist es, und Ihr wollt, Ihr wollt ...
Ihr wollt es nicht, Ihr lacht ihn hinter seinem Rücken aus; dann seid Ihr auch der Heuchler für den Raum, das Niederreißen für alle Göttlichen, geistigen Systeme, und kein metaphysisches Gesetz hat etwas zu bedeuten.
Ihr könnt Euch nicht mal leer weinen.
Tränen könnt Ihr nicht über Eure Lippen kriegen.
Ja, die, die Ihr weint, haben nichts zu bedeuten, sie sind heuchlerisch, fragwürdig.
Ihr weint schon, bloß weil Ihr nicht wisst, Ihr weint bereits, wenn Ihr fünf Minuten allein seid.
Einsamkeit, Ausruhen, Wissen, Glück, singend; heitere Natur habt Ihr nicht.
Habt Ihr das?
Gott sei Dank!
Müsst Ihr getragen werden, Euer ganzes Leben lang?
Dann seid Ihr auch die armselige, die getragene Persönlichkeit.
Aber wir lassen uns nicht tragen.
Das hat Gott in nichts gekonnt und in nichts getan, wir gehen immer selbst.
Wir wollen das Leid und den Schmerz des Menschen in uns aufnehmen.
Ich will diese Schmerzen erfahren, denn sie ist noch nicht bereit.
Und dann bin ich Mutter, dann bin ich Vater; war Christus auch.
Das war Petrus nicht, lediglich Johannes hatte fünf Prozent davon.
Judas war es, er war es, er zweifelte an nichts.
Er ging über den Christus hinweg, über den Raum, und sprach: „Er kann noch mehr als dies.
Er wird Euch schlagen, wenn Sein Wort, wenn Seine Persönlichkeit spricht.
Dann bekommt Ihr es mit dem Herrn, nein, dann bekommt Ihr es mit dem Universum zu tun!“
Judas wollte noch mehr als Christus.
Und nun ist Judas ein Verräter?
Nun ist Judas der Verräter!
Und in jedem Wort – hört Ihr? –, in jedem Gedanken liegt sein Judasstreich!
Aber er wollte – das haben die Meister Euch gegeben, das lest Ihr in den „Völkern der Erde“ –, er wollte den Messias zu den Taten führen, er wusste, dass Er es konnte!
Wäret Ihr nur ein Judas, wie er es war, dann wäre der Pilatus in Euch getötet.
Dann hättet Ihr Euch selbst bereits an die Seile gehängt.
Und den könnt Ihr aufhängen, tötet jeden verkehrten Gedanken und hängt diesen Gedanken dort vor Euch hin.
Ihr wollt schöne Gemälde, Ihr wollt Bücher, Ihr wollt Kunst, aber hängt Eure Gedanken um Euch herum wie lebende Leichen, dann versteht Ihr, wofür Ihr lebt.
Das wagt Ihr gar nicht!
Ihr schmückt Euch selbst von außen, aber von innen ...?
Wie wird sich der Mensch schmücken können?
Und dann fordert Ihr Glück, Ihr fordert Liebe.
Ihr wollt es schön, Ihr wollt es gut haben, Ihr wollt getragen sein, aber was gebt Ihr anstelle dessen?
Wofür, wie strömt eure Quelle?
Ihr hindert Eure Quelle, Ihr baut Deiche vor sie.
Jeden Gedanken erstickt Ihr wieder.
Man muss Euch nur kurz berühren: „Der ist dies, der ist das.
Jener Mensch hat mich all die Jahre zum Scheitern gebracht, fertiggemacht, fertiggemacht.
Ich bin geschlagen, man hat mich innerlich ermordet.“
Wer?
Ihr werdet freiwillig Euer Blut strömen lassen, Eure Seele geben, Eure Persönlichkeit.
Ja, sich im Haus hinsetzen, in Eurem schönen Ruhesessel, mit den Herrlichkeiten der Gesellschaft, und dann wohl über Unseren Lieben Herrgott sprechen, philosophische Systeme analysieren.
Ja, das ist Kunst!
Ihr seid ein großer Meister.
Ffft ... weg!
Ihr seid, Ihr könnt alles.
„Ihr müsst einmal mein Kind sehen!
Ist es nicht ein Himmelreich?“
Ja, sicher, auf der linken Seite das Schwert und in der rechten Hand das Kreuz, so gehen sie nach Golgatha.
Sie haben nichts von Judas.
Ha ha ha ha ha!
Ihr müsst den Raum lachen hören.
Frederik sagt: „Schaut hinter Euch, aber passt auf.
Geht nicht nach links, lauft weiter, sie tun Euch nichts.“
Dort sitzen sie.
„Ich stehe bei Euch, ich gehe mit Euch, Christus.“
Jeder Mensch ist ein Christus!
Jeder Mensch, der die Wahrheit repräsentiert, ist ein Teil des Messias.
„Ich gehe mit dir durch den Modder, wir gehen mit der Heiligkeit und mit der Wahrheit, vorwärts gehen wir durch den Schlamm der Gesellschaft.“
Ja, schaut mal: „Ich habe Euch lieb“, sprach André zu Euch, und morgen bekommt Ihr einen Dolch in Euer Herz.
„Geht niemals mehr von mir fort.“
Morgen gehen sie selbst!
Und übermorgen und in zwei Monaten?
Dann seid Ihr schon lange eingesargt.
Dann seid Ihr nicht mehr wert als Euer stinkender Leichnam in der Erde.
Hart?
Die Wahrheit!
Seht Ihr, im Raum ruft jemand und das ist Euer Göttlicher Wegweiser, der streckt immer einen einzigen Finger nach oben, der sieht alles.
„Dorthin, geht Ihr nur dorthin.
Ihr sitzt dort?
Ihr müsst dort drüben sitzen, Ihr gehört noch nicht hierher.“
Für Euch?
Wir haben noch keine Zahlen und der Gott allen Lebens kümmerte sich nicht um Kalkulationen.
Das Gefühl von Euch hier wird auf die Waage gelegt und diese Waage seid Ihr selbst, Ihr wiegt Euch selbst ab.
Vertrauen?
Habe ich nicht, ich will es so haben.
Ihr werdet den Menschen tragen?
Ja, Ihr werdet den Menschen verderben.
Nun müssen wir anfangen, zu lernen, nun kommt die Universität für Euch: Wie kann ich nun etwas tun, wie muss ich nun handeln?
Ich muss durch Ungewissheit, Niederreißen, Vernichtung hindurch.
Ja, ich liebe mich gern selbst sehr.
Ich will aber doch nicht so gepeinigt werden, warum sollte ich mich schlagen lassen?
Das Leben ist schön.
Ja, das Leben ist prachtvoll, das Leben ist wundervoll, aber Euren katholischen Kuss wollen die Räume nicht mehr.
Euer protestantisches Gefühlsleben und Eure dogmatischen Einstellungen, die riechen nach der Erde, wo Eure Familie liegt.
Weint ruhig, macht ruhig Bilder – dort liegen sie –, Kränze, Blumen: „Oh, Mutter!
Oh, wenn das Jüngste Gericht kommt, hole ich Euch wohl wieder heraus.“
Betet ruhig, betet, so betet doch, und fragt, warum wir nicht beten.
Mein Gesetz, mein Leben, mein Gedanke, das ist ein Gebet!
Wenn ich weiß, dass ich nicht wie Pilatus handeln darf, dann bete ich, seht Ihr?
Kunterbuntes Durcheinander?
Warum sagt Ihr nichts?
Warum lasst Ihr mich allein arbeiten, warum lasst Ihr den Raum allein gehen, warum tut Ihr nichts?
Könnt Ihr nicht, so tut es auch lieber nicht.
Ihr tut noch nichts.
Wenn Ihr anfangt, wahr zu werden, endlich zu fordern: „Schlagt mich doch“, aber bringt es dann um Himmels willen nicht dorthin, zu diesen Menschen.
Ihr bringt es über die Welt, Ihr macht einen Menschen kaputt, Ihr schlagt Christus durch jeden verkehrten Gedanken mitten in Sein Antlitz.
Euer „Ich trage Euch.
Oh, ich tue so viel und der Vater ist neben mir und ich bin in Kontakt, ich bin mit Leben, Licht und Liebe zur Einheit gekommen, mit dem Vater und mit der Mutter all dieser Menschen“ ...
Geschwätz!
Sie brauchen Euch nicht, weil Ihr wie Petrus seid.
„Ich kenne diesen Menschen nicht ...“ und jenes Menschlein ist ein Göttlicher Teil von Euch!
Noch mehr?
Wisst Ihr immer noch nicht, wer und wo Eure Liebe lebt und wer das ist?
Das seid Ihr alle.
Ich komme aus der ersten Sphäre.
Ich war dort, kurz ... um mich bereit zu machen.
Es kommt jemand an und fragt nach seiner Mutter.
„Mutter, wo ist meine Mutter?
Ich komme gerade eben von der Erde.“
Er war männlich, eine bekannte Persönlichkeit.
Der Meister sagt: „Nun wissen wir, wer das ist.
Mutter und Vater, Eigenliebe, das ist irdisch, das ist stofflich, das gehört zur Gesellschaft.
Hätte das Kind bloß gefragt: „Wo ist Christus?“
Nein, geht dann nicht zu weit.
„Wo ist das Leben?
Lasst das Leben zu mir sprechen.““
Und nun stehen dort Millionen Mütter und Väter, all diese Hunderttausende von Leben haben wir absolviert und jedes Kind eben da ist meine Mutter und mein Vater.
Und nun müsst Ihr hier auf der Erde sehen – gehen wir kurz zurück –, und dann müsst Ihr sehen, wie das eine Leben in Bezug auf das andere handelt.
Dort lebt die Mutter und dort ist der Vater.
„Habt Ihr jenes Weib gesehen?“
„So fühlt einmal das Unglück dieses Mannes, dieses Luder!“
Es gibt keine Luder, keine Weiber auf der Erde, es gibt lediglich mütterliches und väterliches Bewusstsein.
Wenn jenes Kind verkehrt handelt, ist es immer noch ein Kind.
Ihr ermordet Euer Kind nicht!
Die Mutter, die sagt: „Ich werde mein Kind töten“, durch Hass und tierhaftes Bewusstsein, das ist ein Tier.
Gut, Gott spricht: „Komm nur.“
Der Herr, Unser Lieber Herrgott, der verdammt nicht, das wisst Ihr.
Diese Mutter kommt bald mit uns.
Wir brauchen sie nicht erneut zu ermorden, erneut zu schlagen, dann könntet Ihr Euch selbst jeden Tag köpfen, nicht wahr?
Schwierig wird es.
Oh, wie wird es angstvoll, aber wie wird es schön und vielsagend, einfach.
Ihr braucht lediglich das Gute zu tun.
Ihr braucht lediglich diese Schwierigkeiten in Euch, das Unsichere aus Euch selbst zu verbannen.
Ihr braucht lediglich zu sagen: Geht und erlebt den Raum, Ihr gehört mir ewig während.
Ihr seid ewig während mein, aber ich lasse Euch gehen.
Hängt Euch auf, ich werde dabeisitzen und schauen, mit welchem Seil Ihr das tut.
Der Mensch sagt: „Ich hänge mich auf, ich setze meinem Leben ein Ende.“
Fühlt Ihr, die haben nichts mit Pilatus zu tun, Pilatus repräsentierte schon etwas.
Ich frage, Gott, Christus, die Allquelle fragen sofort: Springt Ihr vom Dach?
So geht dann von Eurem Kirchturm hinunter, dann ist es aus.
Dann wisst Ihr es „hinter dem Sarg“.
Geht doch, begeht doch Selbstmord!
Geht doch nicht mit Euren Leben hausieren, macht Euch nicht so armselig.
Seht die Größe, den Raum von „hinter dem Sarg“, und Ihr wisst es.
Hängt Euch nur auf, Ihr bekommt von mir ein Seil.
„Ich will Euch ein Boot kaufen, dann könnt Ihr das Lebensmeer befahren.
Aber Ich weiß: Ihr ertrinkt“, bekommt Ihr von Gott, von Christus.
Wenn Ihr weiterhin nach Eurem menschlichen Glück quengelt, wenn Ihr weiterhin bettelt und bittet und schwätzt, tratscht über den Ruin eines anderen, dann sagt der Gott allen Lebens: „So geht doch, bringt jenes Kind ruhig um, schneidet diesem Vater und dieser Mutter ruhig die Köpfe ab und saugt jenes Blut in Euch auf.
Ist es nun gut?
Ist es nun gut?“
Das hat man mit Christus getan.
Macht Euch bereit, ich führe Euch bald dahin und dann werdet Ihr wissen, dass der Christus in Euch lebt.
Ich schlage Euch im Namen der Engel und von Christus an das Kreuz; und wenn Ihr es nicht vertragen könnt, Euer Blut fließt weg.
Aber ich lasse mich für Euch leer bluten.
Das tun die Meister, das tun die Engel, das tut jeder, weil wir die Sphären des Lichts kennen.
Weil wir wissen, wie wir diesen Pilatus in uns zerbrochen haben.
Hart?
Petrus, Johannes und all diese Großen sehnen sich wieder danach, zur Welt zurückzukommen, geschlagen werden zu dürfen, etwas zu tun.
Die Beseelung?
Ihr fragt, was Beseelung ist; wir strotzen vor Vitalität, wir können nicht vorwärts.
Wir sagen: „Mein Gott, so gib mir endlich die Möglichkeit, es darstellen zu können.“
Seht Ihr?
In Kunst ...
Was ist Kunst?
Das Gefühl ist es, das Wissen wird es und dann seid Ihr sicher.
Dann legt Ihr Euch selbst neben der Mutter eines anderen nieder und dann steht Ihr nackt voreinander, Ihr seht nichts anderes als die heilige, heilige Beseelung der Mutterschaft und der Vaterschaft.
Was bedeutet diese Kleidung?
Ihr schaut sowieso hindurch, Ihr wollt sowieso schauen, was dahinter sitzt und lebt.
Ihr seid vor Gott nackt, vor dem Raum auch, aber Ihr müsst einmal sehen, wie sich der Mensch verbirgt.
Das Leben ist schön, das Leben ist unendlich und das Leben ist wundervoll, wenn Ihr es zu erleben wisst.
Wenn Ihr wisst, dass jede Charaktereigenschaft eine Blume ist, die das Leben zum Ausdruck bringt.
Und dann sitzt Ihr neben Eurem Freund, Eurer Mutter, Eurem Vater, und dann gibt es kein Alter mehr.
Dann ist alles jugendlich und jung, wohlwollend und liebevoll.
Ja, dann wird das Leben schön, denn dann werdet Ihr begreifen, wofür Ihr lebt.
Dann habt Ihr ...
Ich habe Euch gesehen ... ich habe Euch in dieser Gesellschaft gesehen, seht Ihr?
Dort steht Ihr, dort geht Ihr, dort wandelt Ihr.
Ihr strahlt etwas Licht aus und finster ist es.
Fünf Prozent bekommt jeder Charakterzug, vier, drei, zwei, nichts.
Nun balancieren wir uns selbst, wir haben noch Gut und Böse.
Kurz nach unten, das ist jenes Licht dort und dann haben wir nichts mehr.
Dann stehen wir vor dem Zweifel, vor dem Niederreißen, Ungerechtigkeit, Unfreundlichkeit, Lüge und Betrug, Geschwätz, Getratsche und so weiter.
Ihr müsst die Atmosphäre mal erleben, hier, gleich über der Erde.
Menschen, wann werdet Ihr lieb haben?
Wann werdet Ihr fühlen, dass alles Liebe ist, dass jeder Mensch ein Funken von Euch selbst ist?
Ihr habt Millionen Leben absolviert, dort sitzen Euer Vater, Eure Mutter, Euer Kind.
Ihr sitzt neben Eurer Mutter, aber Ihr kennt sie nicht.
Ja, diese Mutter muss dann natürlich dafür sorgen, dass sie Euch anzieht.
Mit niederreißendem Gefühlsleben habt Ihr nichts zu schaffen, dieser Sturheit darin; Ihr erreicht sie sowieso nicht.
Ihr wisst genau, welche Menschen Euch in Eurem Haus etwas zu schenken haben.
Ihr wisst es so sicher, denn Ihr weist diese anderen sowieso mit Blicken zur Tür hinaus, aus Eurem Raum hinaus, und das ist wahr.
Lasst Euch Eure Reinheit, lasst Euch Euer Glück nicht entwenden.
Lasst diese Menschen dafür sorgen, dass sie von ihrer eigenen Art getragen werden.
Tragt Eure eigene Art, der niedere Grad versteht Euch sowieso nicht, der wird das sowieso wieder besudeln, verschandeln.
Wisst Ihr es immer noch nicht?
Was regen wir uns doch auf.
Der gesamte Raum ist in Aufruhr, jeder Funke, der bewusst ist, spricht, bekommt Beseelung, weil wir mit Pilatus nichts mehr zu schaffen haben wollen.
Wir haben die Pilatusse in uns überwunden, wir wissen, dass wir für den geistigen Grad entschieden Zeugnis ablegen müssen.
Und dann erwachen die Harmonie, das Wohlwollen, die Inspiration unter unserem Herzen.
... (nicht verständlich) Dann beginnt etwas unter Eurem Herzen zu wirbeln und dann fühlt Ihr das stoffliche Klopfen nicht mehr, dann seid Ihr Euch Eurer selbst so sicher wie nur irgendetwas.
Und was ist das?
Mensch von dieser Welt, kommt zum Endgültigen und lasst das Innere sich einmal selbst offenbaren.
Aber Ihr seid die denkende Kraft für all dies, Ihr seid die Persönlichkeit, die jeden Gedanken vom Pilatus losreißt.
Gebt jedem Gedanken räumliches Gefühl, Wahrheit, Lebenslicht, von jetzt an.
In fünf Minuten könnt Ihr sterben, freikommen ... und dann steht Ihr nackt „hinter dem Sarg“.
Und dann sagt Ihr: Hätte ich mich nur erschlagen!
Ihr habt nun schon oft das Wort nicht ...
Wir haben Menschen gekannt, Menschen, die dem Christus hinterherliefen und die Ihm misstrauten.
Sie haben jetzt noch nichts.
Sie laufen bereits seit zweitausend Jahren dem Christus, dem Messias hinterher und sie haben immer noch nichts.
Nichts bekommt Ihr, Ihr baut nicht, Ihr reißt immer wieder nieder, wenn diese Zweifel, diese ... das Großsein, dieser Hochmut neben Euch stehen.
„Heute ist es Meister; morgen ...“, sagte André, „heiße ich Jan Plof Plaf.
Das soll heißen: Dann zerplatzt es wohl!“
Heute werden wir akzeptiert, morgen haben wir wieder nichts mehr zu bedeuten.
Wann werdet Ihr endlich die ewig währende Freundschaft akzeptieren, für Euch selbst?
Was wollt Ihr den Meistern geben, was wollt Ihr dem Christus schenken?
Er weiß ja: Das, was Ihr Ihm heute gebt, nehmt Ihr Ihm morgen doch wieder fort.
Jenes Geschenk von heute ist der Fluch für zwei Monate.
„Ich habe Euch lieb ... ja, sicher.
Ich liebe Euch!“
Erzählt mir doch nichts!
Bleibt mit Eurer „Liebe“, bleibt mit Eurem „Glück“ auf der anderen Seite des Ozeans – denn ein menschliches Herz ist ein Ozean – und lasst mich aus Euch fortgehen.
Beweihräuchert den Christus bloß nicht, denn Er kennt Euch.
Beweist erst, dass Ihr etwas von Gethsemane habt und dass Ihr den Pilatus in Euch selbst getötet habt.
Dann akzeptiert der Raum die Liebe, Eure Persönlichkeit, Euer Licht, Euer Leben.
Nun bekommen Charaktereigenschaften Schwingen und Ihr fühlt Euch bei Euren Nächsten glücklich, bei Euren Brüdern und Euren Schwestern.
Dann braucht Ihr keine Bibel mehr, denn Ihr seid selbst das Göttliche wahrhaftige Wort, denn die Bibel ist durch den Menschen entstanden und Ihr seid Götter.
Diese Tiefe könnt Ihr zum Ausdruck bringen und dafür braucht Ihr kein Französisch, Deutsch oder Spanisch, das ist allein erlebbar und befühlbar.
Und nun spricht der Kuss.
Nun könnt Ihr das Protestantische des Katholizismus deutlich erleben und erfühlen, denn wenn Ihr den protestantischen Kuss von Eurer Mutter bekommt, von Eurem Kind, von Eurem Mädchen, dann liegt die Verdammnis neben Euch und nimmt diesen reinen Geschmack fort.
Ein metaphysischer Kuss, aus dem Raum empfangen, war für den Christus das strahlende Göttliche Gewand.
Küsst mich mal ...
Darum konnte Christus sagen: „Mit einem Kuss wird man Mich verraten.“
Er fühlte am Gestank, an der Fäulnis, die der menschliche Charakter entfaltete, fühlte Er das Lebenslicht dieser Welt.
Ja, sicher, aber das war Er selbst.
Er war nicht böse auf Judas, denn warum?
Judas wollte Ihn anspornen, Judas wollte dem Christus, seinem Meister, Beseelung geben.
Bittet Ihr nicht André und bitten die Menschen einander nicht: „So legt euch mal ins Zeug.
Beweist nun mal, was Ihr könnt.
Holt einmal alles heraus, was Ihr könnt.“
Das macht Ihr jeden Tag und das könnt Ihr nun, müsst Ihr tun, denn Ihr müsst zu Eurer Mutter, zu Eurem Vater sagen: Beweist mal, was Ihr könnt.
Und nun müsst Ihr nicht das Übermenschliche, das Übernatürliche ersehnen, Ihr müsst den Grad des Lebens und des Bewusstseins fühlen und verstehen und dann wisst Ihr – und das habt Ihr zu lernen –, ob Ihr manchmal zu hoch hinaus geht, zu weit fliegt.
Millionen von Charaktereigenschaften muss ich analysieren.
Macht Euch bereit!
Holt den Pilatus, die Zweifel an allem, aus Euch heraus.
Macht Euch bereit, denn ich mache Euch frei durch die Macht, durch die geistigen Wissenschaften des Raumes, der Meister.
Ich mache Euch frei, durch ihre Macht, vom Juden in Euch. (Wie sich in diesem Vortrag gezeigt hat, meint der Sprecher mit „der Jude in Euch“ die Charaktereigenschaften in uns, die das Erwachen des Christus in uns verhindern wollen; unsere Charaktereigenschaften, die nicht wie Christus dienen und alles Leben lieb haben wollen.)
Ich werde Euch den Kaiphas durch die nächste Sitzung erleben lassen, unser nächstes Einssein.
Und dann werde ich Euch sehr bluten lassen und dann werdet Ihr trotzdem danach sagen: „Ich danke Gott und Christus, weil ich endlich mich selbst einmal vollkommen habe hingeben können.“
Bis hierher.
Ich danke Euch für die Schönheit, die Ihr mir und André gabt.
Ich weiß, wo der Schuh drückt.
Macht aus Euch selbst, was Ihr hier skizziert, beweist, dass Ihr endlich erwachen wollt und das Ihr endlich liebhaben werdet.
Es gibt kein Böses auf der Welt; auch wenn der Mensch sich selbst vernichtet, gibt es immer noch kein Böses.
Es gibt nur Evolution.
Sünden gibt es nicht, es gibt nur Erwachen!
Bleibt nicht bei diesen Sünden stehen, habt alles liebt, was lebt.